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Alles, was du übers Bärlauchpflücken wissen musst [+ keine Angst vor Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Fuchsbandwurm]

[Disclaimer: Ich teile besten Gewissens meine Tipps. Seid bitte ganz sicher, dass es sich um Bärlauch handelt, bevor ihr plückt. Ich kann natürlich keine Verantwortung für mögliche Verwechslung übernehmen.] Alex und ich lieben die Bärlauchzeit und pflücken Bärlauch wie die Wilden! Was uns die Jahre davor davon abgehalten hat Bärlauch zu sammeln? Tja, die reine Angst vor Vergiftung durch Maiglöckchen oder dem grausamen Tod durch Fuchsbandwurm. Wenn man jedoch einmal Pflücken war, fragt man sich, wie um Himmels Willen der Mythos von der Verwechslung mit Maiglöckchen entstehen konnte. Klar, sie sehen sich ähnlich, aber im Endeffekt kann man sie gar nicht verwechseln, wenn man sich vorher schlau gemacht hat. Auf was man achten muss erkläre ich weiter unten. Ich bin unfassbar glücklich unter die Wildpflanzen-Pflückerinnen gegangen zu sein. Wildpflanzen, wie eben auch Bärlauch, wachsen in unseren Wäldern, auf unseren Wiesen und warten nur darauf, dass wir sie pflücken und uns gesunde Leckereien daraus bereiten. Bärlauch kann man monatelang pflücken und da Alex und ich eine richtig tolle Stelle bei unserem liebsten Ort für Waldspaziergänge entdeckt haben, pflücken wir im Frühling fast jedes Wochenende. Es macht so viel Freude und ist obendrein noch gratis. Vor Fuchsbandwurm und Verwechslung mit Maiglöckchen haben wir keine Angst mehr und ich hoffe ihr auch nicht, nachdem ihr diesen Beitrag gelesen habt.

Alle Infos rund um’s Bärlauch pflücken

Die Bärlauch-Saison

Die Bärlauch-Saison beginnt etwa ab Ende Februar oder Anfang März und geht bis Juni. Jedoch ist der Geschmack der Blätter intensiver, bevor er blüht. Der Bärlauch blüht von etwa Mai bis Juni. Die Blätter werden mit der Zeit auch etwas fasriger und sind nicht mehr ganz so frisch wie im März oder April. Die jungen Blätter, die man im März und April sammeln kann, schmecken meist frischer, besser und intensiver als der ältere Bärlauch. Sowohl die kleinen, als auch die großen Blätter sind zum Verzehr geeignet. Man kann übrigens alles vom Bärlauch essen. Also sowohl Stiel, als auch Blätter und später die Blüten. Man kann sogar die kleinen runden Bärlauchfrüchte essen. Diese werden Bärlauch-Kaviar genannt.

Bärlauch (Bär-Lauch)

Doch schauen wir uns erst einmal den Bärlauch genauer an. Er hat eine unverwechselbare grüne Farbe und wächst einstielig. Die Blätter sind sehr dünn, ganz leicht gummiartig und haben parallele Nerven. Eine Verwechslung ist ausgeschlossen, wenn man alle Merkmale beachtet (und dann sogar noch Geruch/Geschmack stimmig sind). Es riecht ganz typisch nach Bärlauch, ein bisschen nach Knoblauch bzw. stark nach Lauch. Das liegt an den schwefelhaltigen Alliinen, die beim Zerkleinern in stark riechende Lauchöle übergehen. Oft riecht man den Bärlauch schon aus einigen Metern Entfernung. Natürlich darf man sich nicht nur auf den Geruch verlassen, da es möglich ist, dass die giftige Herbstzeitlose direkt neben Bärlauch wächst und man durch den starken Knoblauchgeruch in der Nase nicht mehr unterscheiden kann.

Verwechslung mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose ausschließen

Die zwei möglichen Pflanzen, die eine Option zum Verwechseln bieten, sind Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Es gibt definitiv Gemeinsamkeiten. Man kann sie jedoch wirklich leicht unterscheiden, wenn man die Unterschiede kennt und Bärlauch sicher bestimmen kann. Sobald Maiglöckchen und Bärlauch ab Mai bis Juni blühen, ist eine Verwechslung so gut wie ausgeschlossen, da die Blüten zwar beide weiß sind, aber ganz anders aussehen. Abgesehen von Maiglöckchen und Herbstzeitlose gibt’s beispielsweise auch noch Tulpen, die in weiter Entfernung Bärlauch ähneln, jedoch wachsen Tulpen normalerweise nicht im Wald, die Blätter sind viel fester und sie wachsen eingedreht – also liegt die Verwechslungsgefahr hier fast bei null.

1. Verwechslungsgefahr: Maiglöckchen

Die Maiglöckchen blühen ebenfalls erst ab Mai bis Juni und birgen daher nur in den Monaten davor ein mögliches Verwechslungspotenzial. Denn während der Blütezeit erkennt man die Unterschiede auf einen Blick. Die Blüten vom Bärlauch sind weiß und sternförmig. Die Blüten der Maiglöckchen sind weiß und glockenförmig.
Die Blätter schauen zwar ähnlich aus, aber auch ganz anders, wenn man auf Details achtet. Die Blätter sind leicht eingerollt, etwas fester, außerdem haben sie eine glänzende und keine matte Unterseite. Maiglöckchen stehen tendenziell eher etwas mehr nach oben, Bärlauch hängt eher ein wenig runter. Bei Maiglöckchen wachsen normalerweise immer zwei (oder mehr Blätter) pro Stiel, die sich wie ein Mantel umfassen.
Maiglöckchen sind nicht tödlich, aber irgendwie schon, denn eine Überdosierung kann zu Kopfschmerzen, Benommenheit und im schlimmsten Fall zu unregelmäßigem Herzschlag oder Herzstillstand führen. Verwechslung ist so gut wie ausgeschlossen, wenn man richtig hinsieht, sicher bestimmt und hinriecht, denn der Lauchgeruch fällt hier natürlich weg.

2. Verwechslungsgefahr: Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose ist eine Pflanze, die, wenn man sie isst, zu Lähmungen und zum Tod führen kann. Es genügt hier auch eine kleine Menge. Die Blätter sind etwas fester, nicht so empfindlich und haben, anders als Bärlauch, keinen ganz dünnen Stiel. Es gibt keinen Lauchgeruch, keine matte Unterseite und normalerweise wächst die Herbstzeitlose auch nicht einstielig – mehrere Blätter sind eingedreht. Die Herbstzeitlose kommt auch im Wald vor, steht aber typischerweise eher auf Wiesen. Man kann sie wirklich gut von Bärlauch unterscheiden, auch wenn sie auf den ersten Blick natürlich ähnlich wirken. Sobald die Blütezeit kommt, kann man Herbstzeitlose und Bärlauch noch leichter unterscheiden, da die Blüten vom Bärlauch weiß und sternförmig und die der Herbstzeitlose violett sind. Am Waldrand treffen Bärlauch und Herbstzeitlose auch gerne aufeinander und wachsen nebeneinander. Hier ist besonders große Vorsicht geboten.

Fotos aus dem wunderbaren Buch ‚Was blüht denn da?‘ (erschienen bei Kosmos)

Foto von der giftigen Herbstzeitlose vom Naturschutzbund Österreich

Verwechslung (fast) ausgeschlossen. Versprochen!

Nur weil es Pflanzen gibt, die Bärlauch ähneln, heißt das nicht, dass du dich akuter Lebensgefahr aussetzt, wenn du Bärlauch pflückst, zubereitest und isst. Mit ein wenig Hausverstand kannst du die Herbstzeitlose und Maiglöckchen gar nicht mit Bärlauch verwechseln. Also, keine Angst. Und: Ich weiß, auf den ersten Blick schauen die Pflanzen schon ähnlich aus, aber sobald du sie im Wald siehst, merkst du, was Bärlauch ist und was nicht, insofern du dich vorher informiert hast. Schau dir abseits von den Infos in diesem Beitrag auch gerne online Fotos von Maiglöckchen und Herbstzeitlose an, um später leichter unterscheiden zu können. Alle, die schonmal erfolgreich Bärlauch sammeln waren, werden mir zustimmen, wenn ich sage: Respekt haben ist gut, aber ängstlich sein ist unbegründet. Vorher informieren und dann einfach machen. Es ist am Ende wirklich einfach und macht suuuuper viel Spaß! #microadventure

So erkennst du Bärlauch todsicher, versprochen!

Achte auf folgende Merkmale! (Wenn nur zwei Merkmale zutreffen, ist das zu wenig, da beispielsweise auch die Herbstzeitlose parallele Blattnerven hat. Sei dir wirklich ganz sicher, dass es sich um Bärlauch handelt, bevor du eine Geschmacksprobe nimmst oder ihn zubereitest.)

  • Die Oberseite der Blätter ist leicht glänzend
  • Die Unterseite der Blätter ist matt
  • Die Blattnerven verlaufen parallel
  • Die Beschaffenheit der Blätter ist leicht gummiartig
  • Leuchtende, grüne Farbe
  • Dünner Stiel
  • Nur ein Blatt pro Stiel (im Normalfall einstielig)
  • Empfindliche und eher weiche Blätter
  • (Größere, ältere) Blätter hängen eher zur Seite oder nach unten
  • Sobald Bärlauch blüht, hat er weiße, sternförmige Blüten
  • Knoblauchgeruch (Der Riechtest ist auf Dauer hinfällig, wenn die Finger sowieso schon nach Bärlauch riechen)

Bitte beachte unbedingt auch diese Punkte, wenn du sammelst

  • Pflücke die Blätter immer einzeln und schau dir Vorder- und Rückseite an. So kontrollierst du, ob Kot an den Blättern haftet und ob die Rückseite wirklich matt ist und stellst sicher, dass sich nicht ein Maiglöckchen o.Ä. unter deine Ernte mischt.
  • Pflücke nicht an der Nähe der Straße (wegen Feinstaubbelastung) oder direkt am Wegesrand (wegen Hundepipi).
  • Pflücke niemals einen ganzen Ort „leer“, sondern lass immer noch genug stehen. Um den Bestand nicht zu gefährden, ist es wichtig, etwa 2/3 der Blätter jeder Bärlauchpflanze stehen zu lassen und nicht alle Blätter einer Pflanze auszureißen. Man darf im Wald auch generell nur so viel pflücken, wie man für sich und die Familie braucht.

Noch unsicher?

  • Es kann, wie erwähnt, helfen, wenn du dir online Fotos von Maiglöckchen und Herbstzeitlose ansiehst, damit du später die Unterschiede leichter erkennen kannst.
  • Schau dir außerdem gerne mein Bärlauch-Highlight auf Instagram mit vielen Infos an. Natürlich ist es in der freien Wildbahn leichter zu unterscheiden, als auf Fotos, weil man fühlen und riechen kann, aber dennoch kann es eine Hilfe sein.

Sind alle Teile vom Bärlauch essbar? Darf man auch nach der Blüte noch sammeln?

Ja! Du kannst auch dann Bärlauch pflücken, wenn er bereits blüht. Allerdings sind die Blätter dann teilweise schon recht groß und nicht mehr ganz so köstlich. Pflücke also dann eher die kleineren, jungen Blätter. Die Knospen sind essbar, du kannst sie bspw. wie Kapern einlegen. Anfangs kann man nur die Blätter ernten, später auch die Knospen und je länger der Frühling voranschreitet, gibt es später auch die Bärlauch-Früchte, die man ernten kann. Das sind grüne Kügelchen, die auch „Bärlauch-Kaviar“ genannt werden.

Tod durch Fuchsbandwurm?

Wenn du ganz, ganz sicher sein willst, dass ein möglicherweise anhaftender Fuchsbandwurm unschädlich gemacht wird, dann musst du die Blätter mit 60 Grad heißem Wasser überbrühen, bevor du bspw. Pesto daraus machst. So gehst du auf Nummer sicher. Das fällt natürlich weg, wenn du Suppe aus dem Bärlauch machst. Durch das Erhitzen schützt du dich automatisch vor Fuchsbandwurm.

Ich spare mir das Abbrühen. Die liebe Kräuterexpertin Valerie von Blatt & Dorn hat mir nämlich die Angst vor Fuchsbandwurm komplett genommen. Es gibt nur eine Handvoll verzeichnete Fälle von Fuchsbandwurm pro Jahr und solange nicht ganz offensichtlich Fuchskot am Bärlauch ist, ist die Chance fast bei Null, dass da Fuchsbandwurm dran ist.

Letztendlich könnte an allem, was man draußen pflückt, oder was draußen gepflanzt wird und auf dem Feld (nahe vom Wald) wächst, Fuchsbandwurm sein. Ich habe mich also getrost von dem Gedanken verabschiedet, an Maiglöckchen oder Fuchsbandwurm zu sterben. Wenn ich pflücke, schaue ich mir die Blätter von beiden Seiten an, um auszuschließen, dass Kot (oder etwas anderes) daran klebt. Das ist noch nie vorgekommen!

Weitere Infos rund um den Bärlauch

So, nachdem wir nun geklärt haben, wie man Bärlauch erkennen kann, gibt’s noch mehr Information zur Bärlauch-Pflückerei:

Bärlauch haltbar machen

Die ideale Möglichkeit, um auch länger etwas vom Bärlauch zu haben, ist, daraus köstliches veganes Bärlauchpesto oder schnelle Bärlauchpaste (Rezept weiter unten) zu machen. Aber natürlich kann Bärlauch auch wunderbar eingefroren werden und zu einem späteren Zeitpunkt verarbeitet werden.

Vegane Rezepte mit Bärlauch

Der Klassiker: Bärlauchpesto. Dazu findet ihr ein unfassbar leckeres Rezept auf dem Blog. Man kann aber natürlich auch Bärlauch-Suppe, Bärlauch-Butter, Bärlauch-Dip, Bärlauch-Sauce, Bärlauch-Pasta, Bärlauch-Salat, Bärlauch-Salz, Bärlauch-Gnocchi, Cashew-Bärlauch-Frischkäse daraus zaubern oder Bärlauch als Füllung für Ravioli oder so verwenden. Lass deiner Kreativität einfach freien Lauf!

Hier sind all meine leckeren veganen Bärlauchrezepte in einem Beitrag gesammelt.

Hier kommt ihr zum Rezept für köstliche Bärlauch-Gnocchi.

Hier kommt ihr zum Rezept für Bärlauch-Risotto.

Hier kommt ihr zum Rezept für Bärlauch-Ravioli (glutenfrei!).

Hier kommt ihr zum Rezept für crunchy Bärlauch-Chips.

Last but not least: Ein Rezept für Bärlauch-Öl habe ich natürlich auch für euch!

Bärlauch pflücken: Slow Life Micro Adventure

Die Vorteile davon, Bärlauch selbst zu pflücken, sind endlos. Man ist in der Natur. Man verbindet sich mit der Natur. Das Sammeln an sich ist schon fast meditativ. Man erlebt ein Micro Adventure im Wald. Man erdet sich. Man kriegt das ganze Zeug auch noch gratis in bester Qualität. Ohne Pestizide. Man kann gleich mehr pflücken und Bärlauch oder Bärlauch-Leckereien an Freunde und Familie verschenken. Es ist wirklich wunderbar! Ich genieße es sehr. Ich finde, dass das auch ein richtig schönes Erlebnis mit Familie oder Freunden ist. Alleine sammeln zu gehen macht aber auch viel Freude!

Warum Bärlauch so gesund ist

Bärlauch, umgangsprachlich auch wilder Knoblauch genannt, ist eine altbekannte und beliebte Heilpflanze, die sogar Bären nach dem Winterschlaf zu neuer Kraft verhilft. Das ist kein Witz! Und für uns Menschen ist die Pflanze aus folgenden Gründen eine wirkungsvolle Wildpflanze:
Wirksam gegen Gärungsprozesse im Darm; unterstützt bei Magen- und Darmstörungen, Appetitlosigkeit und Schwächezuständen; cholesterinsenkend, gefäßerweiternd; unterstützt den Körper bei Entgiftungsprozessen; wirkt unterstützend bei Bluthochdruck; gilt als natürliches Antibiotikum (der Stoff Alliin gilt als natürliches Antibiotikum); reich an Vitamin C, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B6, Kalium, Eisen und Magnesium; stärkt das Immunsystem; reich an sekundären Pflanzenstoffen, ätherischen Ölen und schwefelhaltigen Aminosäuren; hilft bei Arterienverkalkung; schützt vor Pilzen und Bakterien; usw.

Kurz gesagt: Bärlauch wirkt immunstärkend, entgiftend, antibakteriell, antiviral, antioxidativ, antitumoral und ist somit ganz einfach eine Heilpflanze, die man unbedingt in seinen Speiseplan integrieren sollte.

Das Beste: Bärlauch wächst monatelang (fast) vor unserer Haustür und ist komplett kostenlos!

Bärlauch-Vorkommen: Hier findest du Bärlauch

Typische Gebiete für Bärlauchvorkommen sind feuchte Laubwälder und Auenwälder. Auf hummusreichen Böden an meist schattigen Standorten wächst er gerne. Oft ist er auch an Bächen zu finden. Die meisten Wälder sind im Frühling voll mit Bärlauch, ihr findet ihn bestimmt!

Unsere liebste Stelle ist nahe einem Bach, der durch den Wald fließt. Dort gibt’s so viel Bärlauch, dass wir nie im Leben in einer Saison auch nur annähernd 1% davon pflücken könnten. Wir gehen immer im Wiener Wald pflücken, da gibt’s Bärlauch an ganz vielen Orten.

SOS: Ich finde keinen Bärlauch!

Nutze die Seite Mundraub.org um zu schauen, wo in deiner Nähe Bärlauch wächst.

Was du brauchst

Eine Tasche. Gummiringe sind außerdem äußerst praktisch, um einen Bärlauchbund zusammenzuhalten.

Los geht’s!

So, nun weißt du wirklich alles, was du wissen musst. Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Bärlauch sammeln. Genieß es!

Bärlauchpaste selber machen

Eine Möglichkeit, den Bärlauch haltbar zu machen, ist, wie gesagt, Paste daraus zu machen. Geht super schnell, schmeckt total intensiv und ist die etwas abgespecktere und günstigere (keine Nüsse) Version zum Bärlauchpesto. Ich mag es super gerne, Bärlauchpaste im Kühlschrank zu haben und Bowls oder pikante Pfannkuchen aufzuwerten und durch die Paste geschmacklich aufzupimpen und noch gesünder zu machen. Denn Bärlauch ist ja, wie wir wissen, super gesund! Also, ich verwende die Paste einerseits super gerne als Topping für pikante Speisen, andererseits kann man sie wunderbar als Basis für Bärlauchsaucen, -suppen, Dips, als Füllung oder ähnliches verwenden. Yummmmmy!! PS: Auch perfekt als Geschenk.

Die Paste hält sich gut verschlossen locker viele Monate im Kühlschrank.

Bärlauchpaste

Die Menge genügt für etwa 2 kleine Gläser mit Paste. Diese Paste ist DIE Möglichkeit, Bärlauch einige Monate lang haltbar zu machen. Ich verwende die Bärlauchapaste als Topping für Bowls oder pikante Pfannkuchen, als schnellen Pesto-Ersatz für Nudeln, als Basis für Saucen oder bspw. als Füllung für Kartoffeltaschen oder ähnliches. Man kann daraus in einem weiteren Step frisches Pesto oder köstliche Ravioli bzw. Gnocchi machen.

Zutaten
  • 200 g frischer Bärlauch
  • etwa 120-140 g Olivenöl (und etwas mehr zum haltbar machen)
  • Salz
Du brauchst außerdem
  • Gläser mit Deckel zur Aufbewahrung
Zubereitung
  1. Alle Zutaten im Mixer zerkleinern, bis eine Paste entsteht. Nimm ruhig erst einmal weniger Öl und füge dann nach Gefühl mehr hinzu. Mit Salz abschmecken. Anfangs ist die Paste besonders scharf, der Bärlauchgeschmack sehr intensiv, mit der Zeit schmeckt sie etwas milder.

  2. Sofort genießen oder gut verschlossen in Gläsern im Kühlschrank aufbewahren.

  3. Falls du die Paste wochen- oder sogar monatelang haltbar machen magst, kannst du nun eine dünne Schicht Olivenöl auf der Paste im Glas verteilen. Sodass die Paste gut abgedeckt ist. Achte darauf, dass keine Bärlauchpaste am Gläserrand klebt. Wenn du beginnst ein Glas aufzubrauchen, kannst du immer wieder ein bisschen Öl drauf geben, nachdem du etwas herausgenommen hast, um die Haltbarkeit zu gewährleisten. Das funktioniert richtig gut! Die Paste bleibt ohne Probleme lange haltbar.

 

 

 

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9 Comments

  • Reply Rudi Zitzmann 30. März 2021 at 10:32 pm

    Heute, Ende März 2021…..in Berlin der ganze PLÄNTERWALD..Berlin-Treptow…ist voll mit Bärlauch.Allerdings der „sibirische Bärlauch“..Blätter ca. 1cm breit und z.Z. 10cm hoch…Soll angeblich in den späten 40er Jahren von russischen Soldaten angepflanzt worden sein…wuchert nun im ganzen Park…

  • Reply Sarah 17. März 2020 at 1:58 pm

    Ich finde den Beitrag super hilfreich – habe schon den ersten Bärlauch gesichtet. Sollte ich die Blätter abschneiden oder eher ausreißen?

    • Reply Justine 18. März 2020 at 8:06 am

      Hi liebe Sarah, danke dir 🙂 Wir rupfen sie einfach in der Mitte des Stiels etwa ab. Viel Freude beim Pflücken! Alles Liebe, Justine

  • Reply Larissa 14. August 2019 at 10:45 pm

    Hallo! Wo kaufst du die schönen Mason Jars? Gibt es die irgendwo in Wien? Möchte sie ungern online bestellen. Erstens unökologisch und zweitens Versandkosten.

    • Reply Justine 15. August 2019 at 8:46 pm

      Hi Larissa, ich hab sie über Lieblingsglas bestellt. Leider hab ich sie in Wien noch nirgendwo gesehen 🙁 Alles Liebe, Justine

  • Reply Christine 25. März 2019 at 1:21 pm

    Wow, was füt ein informativer Beitrag für den Start in die Bärlauchzeit. Ich freue mich vor allem schon auf Bärlauch-Nudeln und bin schon gespannt auf dein Pesto Rezept. Bei Verwandten von mir wächst Bärlauch sogar im Garten, da hab ich auch keine Angst vor Fuchsbandwurm oder ähnlichem 😉
    Viele liebe Grüße, Christine

    • Reply Justine 3. April 2019 at 6:50 pm

      Danke dir liebe Christine für dein Feedback 🙂
      Ui ja, das ist natürlich ideal. Dann geht man auf Nummer sicher!

      Ganz liebe Grüße und lass dir die Bärlauchnudeln schmecken 🙂
      Justine

  • Reply Manuela 25. März 2019 at 9:45 am

    Sich auf den Geruch zu verlassen, funktioniert aber nur während der ersten gepflückten Blätter.
    Sobald der Bärlauchgeruch an den Fingern und in der Nase ist, werden sich Maiglöckchen und Bärlauch nur mehr schwer geruchlich unterscheiden lassen.

    • Reply Verena 25. März 2019 at 12:00 pm

      Das wollte ich auch gerade anmerken! Trotzdem muss man eigentlich keine Angst haben, Maiglöckchen haben auch viel „starrere“ Blätter, ein bisschen wie eine Tulpe.
      … That said, bin ich dennoch froh über den Artikel, denn als kleiner Hypochonda lass ich mir trotzdem immer wieder mal Angst haben und setze eine Saison aus.
      Diesmal hat mein Freund Bärlauchpesto gemacht und ich habe es erst auch verspeist, nachdem drei Tage vergangen waren, als er es zum ersten Mal gegessen hat. Ohjemine…. 🙂

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