Seit ich Kurkuma-Latte – auch goldene Milch genannt – zum ersten Mal getrunken habe, war ich hin und weg. Seitdem trinke ich es fast täglich. Ich sag’s euch, wenn ihr einmal damit beginnt, dieses sonnengelbe Getränk zu schlürfen, könnt ihr nicht mehr aufhören! Und gesund ist es auch noch:
Kurkuma (zählt zu den Ingwergewächsen) gilt schon lange als Heilpflanze und ist eine bedeutende Arznei in der indischen und chinesischen Medizin. Während Kurkuma in den letzten Monaten und Jahren einen Hype in der westlichen Welt erfährt, sind die gesundheitsfördernden Wirkungen der Pflanze schon seit über 4.000 Jahren in China und Indien bekannt. Kurkuma ist eine erstaunliche Wurzel mit einer entzündungshemmenden, antiviralen, antibakteriellen und antioxidativen Wirkungsweise.
Goldene Milch aka Kurkuma Latte schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch sehr gesund
Kurkuma enthält Kurkumin, was eine entzündungshemmende Wirkung hat und somit Entzündungen in unserem Körper entgegenwirken kann. Außerdem enthält die Wunder-Wurzel Vitamin B6 und kann (genau wie Kokosöl), die Blut-Hirn-Schranke überwinden, was im Bereich der Alzheimer-Erkrankungen sehr spannend ist. Die Bioverfügbarkeit und damit die Wirkung von Kurkumin kann um ein Vielfaches verstärkt werden, wenn es Piperin, einem Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer, gemeinsam eingenommen wird. Deshalb wird die klassische goldene Milch auch mit Pfeffer gemacht, siehe Rezept weiter unten!
Des Weiteren wirkt sich die Heilpflanze positiv auf die Lebergesundheit aus und auch auf den Darm. Dank der antioxidativen Wirkung, die ich schon weiter oben angesprochen habe, kann Darmentzündungen sehr gut vorgebeugt werden. Besonders in der ayurvedischen Ernährung spielt Kurkuma eine große Rolle und ist in Indien somit in jeder Küche zu finden. In Ayurvedakliniken werden beispielswiese mit Hilfe von Kurkuma, Krankheiten wie Asthma, Ekzeme, Grippe und Bronchitis, Entzündungen des Darmtraktes, Lebererkrankungen, Juckreiz, Nasennebenhöhlenentzündungen uvm. behandelt. Auch in der ayurvedischen Medizin wird Kurkuma mit schwarzem Pfeffer und auch gerne Ingwer kombiniert um die Wirkung zu verstärken.
Ich trinke die goldene Milch momentan besonders aufgrund der antioxidativen Wirkung, um ganz einfach mein Immunsystem zu stärken und meinem ganz Organisums etwas Gutes zu tun. Abgesehen davon ist sie mega lecker und für mich eine ideale Alternative zu anderen süßen Heißgetränken! Aber auch kalt trinke ich die goldene Milch sehr gerne. Ideal für die wärmeren Monate.
Natürlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten Kurkuma zu sich zu nehmen. Beispielsweise kann man einen Tee aus der Wurzel kochen, mit dem Pulver Kurkuma-Latte (goldene Milch trinken), pikante Gerichte mit Kurkumapulver zubereiten, frische Kurkumawurzel entsaften, uvm. Einfach mal ecosien. Da ist für jeden was dabei!
Edit: Kurkuma täglich zu sich zu nehmen ist sehr gesund, jedoch sollte man nicht zu viel Kurkuma verwenden. Schau einfach, was dir gut tut bzw. welche Menge für deine Größe und Gewicht empfohlen wird.
- 300 ml Pflanzenmilch (Hafermilch bspw.)
- Etwa 3 g Kurkumawurzel – kein Pulver (mehr, wenn du ganz jungen, frischen Kurkuma verwendest)
- Etwa 3 g Ingwerwurzel – kein Pulver (mehr, wenn du ganz jungen, frischen Ingwer verwendest)
- Zimt nach Belieben
- 1 Prise Pfeffer
- 2-4 saftige Datteln – alternativ kannst du auch mit Agave o.Ä. (oder gar nicht) süßen
- optional: Ein wenig Vanille
-
Ein Stückchen Ingwer, ein Stückchen Kurkuma, Datteln und etwa 100 ml Milch ganz fein mixen.
-
Das Gemisch durchsieben. Natürlich kannst du das sieben auch weglassen, ich mache es aber gerne, um die Fasern, die der Mixer nicht zerkleinert hat, zu entfernen.
-
Alle weiteren Zutaten hinzufügen. Nochmal mixen. Abschmecken. Optional kannst du natürlich noch mehr Milch hinzufügen, falls dir der Geschmack zu intensiv ist. Ich mache es immer etwas intensiver, denn verdünnen geht schneller, als alles nochmal neu zu mixen.
-
Je nachdem, ob du die goldene Milch warm oder kalt genießen magst, kannst du sie nun noch erwärmen. Lass es dir schmecken!
Ingwer und Kurkuma werden übrigens auch bei uns angebaut. Schau dich mal um, ob du welche aus der Region findest. Somit vermeidest du die langen Transportwege.




Kommentar verfassen